Rabenmutter - oder ECHT HERRLICH UNPERFEKT, MENSCHLICH? - Stephanie Kempe

 

Rabenmutter – oder ECHT HERRLICH UNPERFEKT, MENSCHLICH? 

 

Dieser Artikel erscheint im Rahmen der Blogparade „Und täglich grüßt die Rabenmutter“ von Marianne Rott,
der Mama-/Kindflüsterin von

Mia Anima  – Balance für Mutter & Kind
www.mia-anima.at

Mit diesem Artikel möchte ich dir Mut machen für deinen Weg.
Ich wünsche mir, dass du dieses Wort Rabenmutter amüsant findest,
und deine DENKE diesbezüglich einfach veränderst.
Ich wünsche mir, dass du dir ALLES ERLAUBST – und wenn dich jemand
blöd anschaut, lächelst du einfach und weißt das sind SEINE oder IHRE Begrenzungen.
Und zwar so, dass es sich für DICH STIMMIG ANFÜHLT.
Bist du bereit? Okay – let´s go:

Für viele bin ich zu 100 Prozent eine absolute Rabenmutter.

Warum?
Ich bin viel unterwegs. Reise gerne alleine – das können schon mal 2 Monate Bali sein.
Ich investiere viel Zeit in meine Businesses – vor drei Jahren war das fast meine gesamte Zeit – die Kinder liefen nebenher.
Wenn jemand zu mir nach Hause kommt und eine Bemerkung macht, dass die Fenster geputzt gehören, dann zeige ich ihm direkt wo die Putzutensilien stehen. Und es geht mir easy-cheasy am Allerwertesten vorbei.
Es ist eine echte Herausforderung für mich „normal“ zu leben – quasi „Vati-Mutti-Kind“ – „Friede-Freude-Eierkuchen“ – da ich einfach MEHR will.
Echtes LEBEN. BERÜHRENDE Momente. NEUE Erfahrungen. Gemeinsames Entdecken der Welt, GENIALE philosophische Gespräche, usw.

Ich war schon immer ein wenig/ja manchmal mehr rebellisch unterwegs und hatte auch mit dem Mamasein so meine großen Herausforderungen – und im Grunde nennt man das auch Leben.

Prägend war für mich die Jugend. Da ich viel beobachtet habe. Viele Eltern lebten eine „so-la-la“ Ehe, die Kinder mussten funktionieren – wurden aber nicht gesehen UND ich fragte mich oft, warum sind eigentlich so viele Mamas so darum bemüht es allen recht zu machen? Auch ihren Kindern? Warum kümmern die sich eigentlich nicht einfach selbst um ihr Glück? Um Ihr Einkommen. Um ihre Freiheit?
Warum höre ich so oft den Satz „Ja, was willst du machen, ich habe hald Kinder?“
Ich sah, wie Männer fremdgingen, wie Frauen frustriert zurückgelassen wurden. Und jammerten, Opfer waren, und keinen Ausweg sahen.
Ganz so dramatisch ist es nicht oft – aber traurige Realität, wenn man es wagt hinzuschauen.
So wollte ich das nicht – die Suche nach Lösungen begann.

Als ich Mutter wurde, stand ich echt vor einer Challenge.
Was um Himmels Willen soll ich meinen Töchtern erzählen – über die Welt?
Wie soll ich sie erziehen? Was ist erziehen? Ist das nicht verbiegen? Warum? Ist es nicht so, dass wir von ihnen lernen?

Dass sie sich uns aussuchen? Dass sie ein Geschenk sind? Und nicht als lästiges Mühsal abgetan gehören?
Welche Werte möchte ich ihnen vermitteln?
Damals habe ich mich selbst in der Selbstverwirklichungsphase befunden. Ich wusste also all das selbst noch gar nicht.

Die Zeit rannte – ich spürte, dass die ersten Monate und Jahre echt von Bedeutung sind. Sie prägen die Kids ja am meisten. Und ich wollte – wie jede Mama – DAS ALLERBESTE FÜR SIE. In meinen Augen war das – VORBILD sein. Das Bewusstsein zu besitzen sie zu sehen. Freudige Momente zu erleben.
Also setzte ich es mir zum Ziel glücklich zu werden.
Frei zu sein.
Unabhängig zu sein.
Ehrlich zu sein.
Weil mir das wichtig war, dass ich dies auch im tiefsten Herzen spürte – nur dann könnte ich mir treu sein, war meine mir selbst auferlegte Regel. Ich steh auf Ehrlichkeit und Wahrheit. Und hab ungern Lügen.

Ich bekam echt Panik.

Ich konnte doch nicht einfach irgendetwas „arbeiten“ um beschäftigt zu sein. Um irgendwie Geld zu verdienen – damit wir dann nach Bibione auf Urlaub fuhren. Das wollte ich nicht. (Sidenote: Schön, wenn dir das gefällt – für mich gab es da mehr – das kam mir ein wenig wie „perfekte – normale – Welt“ vor.)

Mir war klar – ich will MEHR.

Ich will die Welt mit meinen Kindern erleben – und ich
WILL MICH UND MEINE BUSINESSES DABEI NICHT VERGESSEN.

Also holte ich mir Hilfe. Ich holte mir eine Tagesmutter an die Seite.

In der Zeit wo meine Kinder betreut wurden ging ich auf den Berg – um mich aufzuladen.
Später holte ich mir Workawayer ins Haus, aus aller Welt. Diese durften meine Kinder betreuen. Auch nachts. Ich packte meinen Mann ein und wir hatten endlich Zeit für uns.

Hätte ich damals auf mein „Umfeld“ gehört, dann wäre ich zugrunde gegangen.
Ich wusste um die Wichtigkeit, dass ich mit mir im reinen war – nur wenn ich mit mir im Reinen bin – bin ich fähig meine Kinder zu sehen. Und für sie da zu sein – aus vollem Herzen. Ich muss erfüllt sein – um aus der Fülle geben zu können.

Und das war mir wichtig. Es passiert schnell, dass man gefüllt ist mit Groll, Wut, Minderwertigkeitsgefühlen, Unzufriedenheit, Unterforderung.

Da so ein Mamaleben – schon erfüllend sein kann – doch für mich brauchte es einfach mehr. Und da wo ich herkam war das nun mal so, dass die Mutter zu Hause war und die Kinder hatte und der Mann in der Arbeit war. Doch ganz echt – ich sah nicht viele Frauen, mit denen ich mich gerne unterhalten hätte. Geschweige denn aus männlicher Sicht sie attraktiv gefunden hätte.
Es ist ja auch nicht attraktiv, wenn es die ganze Zeit nur um die Kinder geht, oder?
Warum auch? Viel zu viele Frauen, wissen keinen Ausweg, möchten es gut machen und stehen spätestens wenn die Kinder aus dem Haus sind vor einer tiefen tiefen Krise.

Und oft halten sie dann immer noch an ihren Kindern fest, sodass die dann auch wieder ein „schlechtes Gewissen“ haben. Ja geht´s noch.
So ist Leben nicht gedacht. In meiner Welt nicht.

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Ich liebte es immer schon Ziele zu erreichen.
Also hatte dies auch eine hohe Prio für mich.
Events – Netzwerktreffen – mein täglicher Sport.
Die Beziehung wollte gepflegt werden.

All das brauchte Zeit. Und ich gab sie mir.
Habe mich dazu entschlossen eben KEIN schlechtes Gewissen zu haben.

Ein schlechtes Gewissen hätte ich dann gehabt, wenn ich bewusst „normal“ gelebt hätte. Und was ist denn schon normal. (Ich hörte so so so so oft – „Jaja, jetzt ist sie Mama – jetzt muss sie NORMAL tun“ – Vergessen wurde dabei, dass ich mir der bewussten Schöpferkraft und meinen Stärken bewusst war).

Ein noch schlechteres Gewissen hätte ich gehabt, wenn ich unbewusst – funktioniert hätte.

Das ist nicht meins.

Ich möchte meinen Mädels vermitteln, dass sie sich erschaffen können, was immer sie wollen.
Ich möchte bewusst denken – mein Hirn einschalten – und keine idiotischen Sätze nach plappern wie zB „jaja – der Ernst des Lebens“. Oder belehrend von oben herab meine Kinder verurteilen. Ich möchte sie SEHEN. Und das kann ich nur, wenn ich mich sehe.

„Du bist eine schlechte Mutter.“,

„Die armen Kinder.“ ,

„Die sind total traumatisiert, bei dem was du ihnen vorlebst.“

Solche und mehr Sätze hab ich immer wieder gehört.
Doch ich muss ganz ehrlich sagen, dem kann ich echt nicht zustimmen.

Klar ab und zu habe ich auch an mir gezweifelt – doch ich sah für mich keinen anderen Weg. Ich wusste, dass ich zu jedem Zeitpunkt stets die mir beste Entscheidung getroffen habe, zum Wohle aller.

Wenn ich mir meine Töchter ansehe, wie sie diskutieren können. Welche Fragen sie stellen, wie sie die Welt sehen, ihre Mitmenschen, Lebewesen, die Natur, dann erfüllt das mein Herz.

Ich bin stolz darauf, dass sie sich so entwickelt haben.
Das ist doch irgendwie auch ein Geheimnis, oder? Kümmere dich um dich selbst. Kinder sind noch so verbunden. Wir dürfen es ihnen zutrauen, dem Leben vertrauen, dass sie ihren Weg gehen. Wenn der Hut brennt, bin ich IMMER da. Wie eine Löwin. Aber sonst – dürfen sie einfach SEIN.

Einmal kam es vor, dass wir im Auto unterwegs waren – ich war frustriert und schaute meinen Partner an und meinte – „Das ist alles deine Schuld.“ Von hinten fiel mir Charlotte ins Wort „Aber Mama, es gibt doch gar keine Schuld, es gibt nur Eigenverantwortung.“ Oder Marlene sie ist derzeit 4, spricht über Wiedergeburt und Seelen sowie den Tod – ganz natürlich.

Das ist mir 100 mal lieber, als dass sie die perfekte „Pseudo-Kindheit“ erleben. Damit meine ich eine Kindheit – die keine Kindheit mehr ist, da die Kids zu sovielen Trainings und Klassen gehen müssen und im Grunde gar nicht mehr wissen, was da vor sich geht.“ Perfekt im Sinne von wie es „sein sollte“.

Harmonische Familienfeste, die Frau steht hinter dem Herd, erwartet freudig den Partner – adrett gekleidet.
Ja wo leben wir denn.

Ich kann nur sagen – zu dir als Mutter. Gehe ehrlich DEINEN Weg – sprich nicht so viel darüber – sei das Vorbild, das du sein möchtest – und der Rest kommt ganz von selbst. Ich weiß, dass du weißt, dass du auch von Bedeutung bist. Erlaube dir DEINEN Weg – und all die Ängste eine Rabenmutter zu sein werden ziehen, da du weißt du tust das beste was dir möglich ist. ECHT zu sein. MENSCH zu sein. Kein perfekter Roboter, der sich zudröhnt mit Tabletten oder Alkohol, da der Mann fremd geht – da nix mehr läuft.

Kinder sind smarter als wir glauben – es braucht viele belehrende Sätze gar nicht – nur weil wir glauben einer Erwartung entsprechen zu müssen, sonst sind wir nichts wert.

Sei dir selbst genug wert – handle mit Integrität, meistere deine Herausforderungen und verfolge deine Träume.
Was wünschen sich Kinder? Geliebt zu werden und gesehen zu werden.
Was braucht es dazu? Eine Mutter die sich selbst liebt und die Fähigkeit besitzt zu erkennen.
Wie kommt man dort hin? Indem man sich auf den Weg macht.
Wie macht man sich auf den Weg?
Indem man nicht so viel spricht sondern im JETZT handelt.

Sich selbst reflektiert. Ehrlich zu sich selbst ist.
Sich die Welt nicht schön redet.
Dafür sorgt, dass man von niemandem abhängig ist um in Folge aus freien Stücken heraus zu bestimmen ob man mit jemanden zusammen sein will oder nicht.

Dies geht nicht von heute auf morgen. Es ist alles ein Weg – ein Prozess.
Lass den Gedanken los – du seist eine Rabenmutter.
Frag doch einfach mal deine Kinder, wie die das sehen?
Ich bin überzeugt davon, sie wünschen sich eine Mutter, die ihren Weg geht und das Glücklich SEIN anstrebt. Und dieses wiederum ist individuell.

Erlaube dir, so zu sein wie du bist.
Verurteile dich nicht dafür.
Für einige ist dies vielleicht Rabenmutter-artig
– aaaaaber –
das ist NICHT DEIN PROBLEM
(–> MIND-SHIFT <–)
Finde deinen Weg – und gehe ihn.

Häng dich nicht auf an Ausreden „Dass etwas aufgrund der Kinder nicht gehen sollte.“ Die Kinder können ein Grund sein, warum du Großartiges erschaffen kannst.
Weil du es willst. Lass sie dein WARUM werden. Dein Treibstoff. Dein Antrieb.
Du begleitest deine Kinder. Du bist ihre Leaderin. Und wie geht gutes Leaden? Wie entwickelt man Leadershipfähigkeiten?
Indem man sich dazu entscheidet in die volle Eigenverantwortung zu gehen – in Lösungen zu denken und aus dem wahrhaftigen SEIN heraus ins TUN zu kommen.
Gewürzt mit einer Vision, die dir ein Strahlen ins Gesicht zaubert bist du auf dem besten Weg <3

Alles Liebe für dich, erlaube es dir herrlich unperfekt – menschlich – zu sein.
Weil DU von BEDEUTUNG bist.
Lebe mit Integrität.
Ehrlich.
Und deine Kinder werden dir ein Leben lang dankbar sein.
Und du wirst übergehen vor Freude, weil du dich nicht vergessen hast.

Du kannst das – wenn du willst <3

Und wenn Du mehr wissen möchtest zu diesem Thema, schau doch mal, was Susanne Kistenmacher
vorgestern im Rahmen dieser Blogparade für einen tollen Beitrag verfasst hat. HIER geht´s zum Artikel. 

Und demnächst gibt es einen weiteren Beitrag bei Marianne, der Mama- und Kindflüsterin HIER. 

PLUS Ich würd mich total freuen, wenn du auch „auspackst“.
Wo glaubst du ab und zu eine Rabenmutter zu sein?
Was hat dich berührt, dass du spürst – „Ja, ich sollte mich einfach mal davon lösen, eine schlechte Mutter zu sein.“
Ich ENTSCHEIDE mich einfach dazu, MEIN LEBEN zu leben 😉
Weil, dass du deine Kids immer abgöttisch lieben wirst, das wissen wir!

Alles Liebe...

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