Wie war das noch mit dem „Raus aus der Komfortzone“?

Wachstum passiert dort, wo du dich in unbequeme Situationen rein schmeißt. Immer wieder mal. Nicht nur Wachstum auch das Gefühl „alive“ zu sein.
Und es auszuhalten, dieses im ersten Moment so unangenehme Gefühl.
Diese Gedanken fließen zu lassen des „Oh Mann, ich bin am falschen Platz hier, was mach ich hier eigentlich?“.

Wir machen das nicht, um anderen etwas zu beweisen, wir machen das für uns selbst. Ganz allein für uns. Um zu wachsen. Als Erlebnis mit uns. Ohne laut sein zu müssen, ohne es überspielen zu müssen, ohne davor Angst zu haben …

Ich hab hier ein Beispiel für dich, es ist für dich, grade dann, wenn du dich längere Zeit schon unbewusst „versteckt“ hast hinter deinen Projekten. Und auch schon viel erreicht hast. Das Leben bietet dir immer wieder Überraschungen, so wie mir, vor ein paar Tagen.

Die letzten zwei Jahre, habe ich geschuftet und gerackert, wie eine Verrückte. „Work hard, play hard“ war mein Motto. Bin innerlich gewachsen, wie selten – und bin mittlerweile an einem Punkt angekommen, wo ich die Basics der Manifestation verstanden habe und mit ihnen spiele.

Ich sitze nach einem erfüllten produktiven Arbeitstag in der Lounge unserer Villa hier auf Bali. Meine Mitbewohnerin sagt so nebenbei zu mir und meiner Schwester „Hey ihr solltet euch heute den Sonnenuntergang ansehen.“ Neugierig wie wir sind sagten wir, „Was für eine geniale Idee, dann verbinden wir das mit einem Essen in diesem Restaurant neben dem berühmten „Old Mans“.

Freudig machen wir uns auf den Weg. Parken am Meer, schlendern barfuß im Sand in Richtung des Restaurants. Dann sah ich schon dieses Oldmans. Bewusst habe ich mich weg gedreht. Meine Schwester wollte immer schon mal rein – wohlgemerkt, sie ist 7 Jahre jünger als ich – liebt es Party zu machen und richtig abzugehen. Ich bin derzeit eher auf tiefsinnige Gespräche aus und schöne Connections und Selbstliebe. Fokussiert richte ich meinen Blick auf das Hotel gegenüber dieser berühmtberüchtigten Diskothek. Dort wo auch dieses Restaurant sein soll. Schnellen Schrittes gehe ich meiner Schwester voraus. Ich bemerke, wie sie interessiert ins Old Mans schaut. Neugierig – vorfreudig … In meinem Kopf sagt es mir „Nein Stephanie, alles gut – in diese Aufreißer-Bude gehst du nicht rein, das ist nichts für dich“.

Der Gedanke, dass ich dort drinnen sitze – erscheint mir komisch. Ich passe da nicht rein, sag ich leise zu mir. Hast du noch nie. Das ist was für die „Jungen – freien – lockeren – Reisenden“, nicht so wie ich – ich habe Verantwortung – meine Projekte, und überhaupt genieße ich das Leben auf eine andere Art und Weise.

So kommt es, dass wir ein wunderschönes Dinner erleben. Dann kommt die Frage auf – und jetzt? Wollen wir nach Hause? Oder gehen wir noch auf einen Drink? Meine Schwester meint „Klar, gehen wir doch ins Oldmans.“ Mir zieht es allein bei dem Gedanken daran schon alles zusammen. Ahm ja, puh – okay. Ich mache es für dich. Wenn du es dir wünschst – bitte.

Also machen wir uns auf den Weg. Wir sind neu hier, kennen noch nicht viele Menschen – dieses lockere – im Moment leben erlebe ich immer wieder mal – aber für mich. Nicht so easy locker und frei – in neuer Gesellschaft.

Wir holen uns ein Getränk – nehmen platz an einem kleinen Tisch mit niedrigen Sitzen. Ich fühle mich äußerst unwohl. Ich meine wirklich unwohl. Immer wieder sehe ich mich von Außen, wie ich da sitze, fast schon Mauerblümchenmäßig. Es ist wirklich komisch, ich kann mich nirgends anhalten, nicht bei meinem Mann, nicht bei meinen Kindern – die sind in Österreich. Ich bin auf mich allein gestellt.

Meine Schwester, findet es spannend, hält Ausschau nach interessanten Männern. In meinem Kopf rattert es. „Du hast Kinder, bist verheiratet, hast ein Haus, ein Business, warst schon seit Ewigkeiten nicht mehr weg – und bist jetzt hier zwischen all den lebensfrohen – lockeren – extremst gutaussehenden flirtlustigen Urlaubern und Surfern“.

Doch dann erinnere ich mich, warum ich nach Bali gekommen bin. Weil ich wieder in den Flow des Lebens kommen wollte, mehr noch als zuvor. Ich wollte weiter wachsen. Ich weiß, dass ich alles haben kann vom Leben. Liebe – Erfolg – authentische Beziehungen – seriöse qualitativ hochwertige Produkte – und auch diese LOCKERHEIT nur für mich. Die letzten zwei Jahre, saß ich doch die meiste Zeit in meinen vier Wänden – hinter meinem Laptop – war nicht braun gebrannt, wie die anderen hier. Habe keine samtig-weiche Haut wie all die anderen hier. War nicht so locker flockig, wie all die anderen hier. Seit die Kinder da sind, ist da einfach mehr Verantwortung als jemals zuvor.

Dennoch, wollte ich mich nicht damit zufrieden geben, dass dieses in den vier Wänden sitzen Standard wird. Ich wollte weiter wachsen. Ich wollte mich sinnlich und wunderschön fühlen – auch unter all den jungen – wirklich wunder-wunderschönen Menschen die so von innen heraus ihre absolute Leichtigkeit ausstrahlen.

Und der schnellste Weg zu wachsen – ist stets – raus aus der Komfortzone –
rein in den Bereich, wo du nicht die BESTE bist.
Deshalb war ich dort ganz richtig.

Dann reichte es mir. Ich sprach in meinem Kopf mit dem Leben. Sagte – „Hey Leben, ich weiß, dass ich mir alles erschaffen kann, ich möchte mich hier wohl fühlen. Ich weiß, ich bin genug. Auch hier. Es ist einfach nur neu für mich. Es ist einfach ungewohnt. Könntest du mir bitte helfen, dass ich mich hier auch wirklich gehen lassen kann? Und, dass ich es genießen kann?“ Dann kam mir in den Sinn, dass wir doch nochmal zur Bar gehen könnten. Ich bestellte mir einen Cosmopolitan. Mit meinen lackierten Nägeln und dem Lippenstift, sowie meinem Ehering am Finger sticht man irgendwie raus. Also tauschte ich einfach mal meine Ringe … vielleicht hilft das, dachte ich mir. Wir nahmen Platz, an der Bar – und dann dauerte es nicht lange, und es stand ein interessanter Typ neben mir. Ich betrachtete ihn – und kam mit ihm ins Gespräch. Lustigerweise sehr zaghaft, wo es mir doch sonst immer so leicht fällt. Mich dabei zu beobachten war sehr amüsant.

Dann hatten wir wirklich einige Stunden inspirierende Gespräche. Es war witzig, locker, niveauvoll. War es flirten? *lach* I don´t know. Witzig war die Aussage „I wanna see you again.“ Spannend dachte ich mir – so geht das also … Es war eine mega spannende Erfahrung.

Im Grunde die Entscheidung, mich jetzt einfach drauf einzulassen. Es zuzulassen. Mich nicht von den anderen zu trennen. Es zu akzeptieren, dass die Musik MEGA LAUT war. Mich nicht dagegen zu wehren. Das Beste daraus zu machen. Und siehe da, es war wirklich bisschen wie in einem Film.

Alles Übungssache. Und ich werde bestimmt wieder mal dort hin gehen. Lockerer werden. Es mir erlauben. Immer wieder. Einfach auch, weil es schön ist – im Moment zu SEIN. Auch umgeben von Fremden. Da es dort Wachstumspotenzial gibt. Und alles was unangenehm erscheint – ist doch spannend. Weil wir uns selbst vertrauen können, es wird nichts passieren. Es wird uns niemand auslachen. Es wird gut gehen. Wenn wir bereit sind, mit uns selbst liebevoll umzugehen, in unguten Situationen. Alles ist Liebe. Alles ist Schwingung – also urteilen wir mal lieber nicht zu vorschnell. Sondern lassen es einfach zu. 

In diesem Sinne, wünsche ich dir dich zu erinnern, wie es früher war, wo du früher gerne hingegangen bist, bevor das Leben „ernst“ wurde. Ich meine tatsächlich. Welchen Situationen kannst du dich ausliefern um dein Leben JETZT „upzuflirten“? DO IT!!!

Alles Liebe...

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