So lässt Selbsterfahrung das Urvertrauen wachsen

„Warum vertraust du so stark?“, „Wie kannst du das so sicher wissen, dass es das Leben gut mit dir meint?“, solche Fragen bekomme ich immer wieder gestellt.

Und damit du dir jetzt keine falschen Hoffnungen machst, hier gleich die nüchterne Wahrheit: Eine verkopfte, wissenschaftliche Antwort gibt es nicht darauf. Dein Kopf kann noch so sehr hoffen und bangen. Öffne dein Herz und nimm die Zeilen auf – dann spürst du es.

Urvertrauen wächst. Es kommt zum Vorschein, wenn du es zulässt, wenn es Raum bekommt sich zu zeigen. Meist dann, wenn wir nicht wie die verrückten abgelenkt sind. Auch dann, wenn wir es nicht erwarten. Erwartungen kommen aus dem Verstand, und der Verstand kennt das Urvertrauen nicht.

Also kann das nicht funktionieren.
Nun ja, wenn du schon einige zusätzliche Ausbildungen gemacht hast, so weißt du, dass du öfters vor allem in den sozialen Bereichen eine gewisse Stundenanzahl an Selbsterfahrung vorweisen musst, was quasi besagt, dass du etwas über dich erfahren hast.

Selbsterfahrung ist also stets sehr spannend für uns, vor allem, wenn wir wachsen wollen, erfahren wollen, fühlen wollen, unseren Horizont erweitern wollen, verstehen wollen, die einzelnen Puzzlestücke des Lebens endlich Sinn machen und noch viel mehr. Es erfüllt uns, Dinge zu erleben, die Seele liebt es, sich selbst zu erfahren. Die Seele ist das Selbst. Zu tief möchte ich in diesem Artikel jedoch nicht auf diese theoretische Thematik eingehen – dies nur als Backgroundinfo.

Ich persönlich durfte die verschiedensten Arten von Selbsterfahrung erleben, Familienaufstellungen, beim Psychologen, mit Coaches, mit Mentoren, bei Supervisionen, in Ausbildungen, in Peergroup-Sitzungen, online in Fortbildungsprogrammen.

Wenn du dich für eine Ausbildung zum Beispiel entscheidest, bedeutet dies, du setzt dich neuen Situationen aus, du erfährst dich selbst neu. Somit erlebst du Selbsterfahrung. Dir wird Wissen vermittelt – gepaart mit realen Erfahrungen. Oftmals zu Beginn in „Übungssettings“. In einem geschützten Rahmen. Du bist quasi immer save. Und jemand hält dir den Rahmen, sorgt also dafür, dass du falls etwas zu emotional werden sollte, er oder sie dich auffängt, dir eine Stütze ist, oder einfach nur für Gespräche zur Verfügung steht – damit du wieder gesettelt und gefestigt im Alltag bestehen kannst.

So kommt es, dass unglaublich viele Menschen extrem wissbegierig sind, und eine Ausbildung nach der nächsten machen. Alle Informationen aufsaugen wie ein Schwamm. Und dann glauben so unglaublich reich beschenkt zu sein. Da meist zusätzlich noch Selbsterfahrungsstunden zu absolvieren sind, erleben sie sich selbst auch neu.

Alles schön und gut. Doch wo gibt es in diesen „geschützten – strukturierten Abläufen“ Raum für eine besondere Gabe?Damit alleine zurecht zu kommen. Sich auszuprobieren. Keinen da zu haben, den man fragen könnte. Sondern – wo gibt es hier Raum, sich selbst die Fragen zu stellen? Sich selbst zu reflektieren, ohne dass ein anderer von Außen seine Meinung abgibt. Seine Empfehlung, seine Sicht der Dinge. – Ab und an kann dies gut sein – das steht außer Frage.

Dennoch, das wahre Urvertrauen kommt dann, wenn du die Phase der Ausbildungen abgeschlossen hast, erkennst, dass du vor allem als Frau – die höchste Verbindung in dir trägst. All die Weisheit der vielen Jahre in dir vorhanden ist. Und du nur beginnen musst, in dir danach zu suchen. Still zu werden und dir zuzuhören.

Dies geht am leichtesten, durch die Praxis. Durch das Leben selbst. Als ich noch unsicher war in meinem Leben, diese Verbindung noch nicht so stark ausgeprägt war, habe ich ständig nach einem Guru gesucht und ihn dann auch festgehalten. Dies waren mal Schamanen, mal Yoga-Lehrer, mal Autoren, mal Coaches usw.

Es brachte mich zwar immer weiter, aber dennoch blieb stets eine kleine Restunsicherheit. Weil was, wenn ich diesen Guru oder wer es in diesem Moment gerade war mal nicht mehr fragen konnte? Was mache ich denn dann? Dann wäre ich ja auf mich alleine gestellt. Und dann? Oh mei… das würde sich ja ungut anfühlen. Wer könnte mir denn sonst den Weg zeigen? Wer könnte mir denn Feedback geben? Mir sagen, dass ich genug war? Mir sagen, dass alles gut werden würde? Mir sagen, wie ich mich zu verhalten hätte? Die pure Suche im Außen.

Fragen über Fragen.
All diese Fragen schwirrten in meinem Kopf rum. Sie machten mich verrückt. Ich konnte sie niemandem stellen, weil die wenigsten Menschen sich mit solchen Fragen auseinandersetzen wollten. Und ich hasste dieses Gefühl, abgelehnt zu werden, für Antworten die ich doch so sehr suchte. Ich wusste stets, ich suche die Antworten nicht, weil ich anderen auf den Geist gehen wollte, sondern für mich, um endlich Ruhe zu haben, und es zu verstehen.

Also wusste ich irgendwann, es gilt sich loszulösen. Es gibt niemanden der mir die Antworten liefern könnte. Ich musste mich selbst auf den Weg machen. Meine eigenen Erfahrungen machen. Eines Abends war ich allein zu Hause.
Ich sprach mit dem Leben und sagte zu ihm: „Weißt du was, ich möchte es wissen. Ich will es alles erfahren. Zeig es mir. Zeig mir wo ich dich finde. Zeig mir, was es heißt glücklich zu sein. Zeig mir was es heißt sich selbst bedingungslos zu lieben. Zeig mir was es heißt seine Mission zu finden. Und wenn ich verzweifelt auf einem Berg stehen würde, so wäre das okay. Hauptsache ich bekomme meine Antworten. Ich will sie. Ich liebe dich Leben. Ich will, dass du mir Antworten lieferst, und ich bin bereit meiner Mission zu folgen. Ich möchte der Welt Gutes tun. Und meine Lebensaufgabe ausführen, ohne wenn und aber.“

Und so begann es – dieses innere starke Wissen, um die Dinge. Das Leben lieferte mir unglaubliche Wachstumsmöglichkeiten. Ich war in der wahren Selbsterfahrung. Durch jede ungute Situation wurde ich stärker. Reflektierte mich selbst, fand wieder zu mir zurück, rappelte mich zusammen und stand wieder auf. Ich erkannte Muster. Zusammenhänge. Glaubte die Welt verstanden zu haben und kam wieder zu der Antwort, dass ich überhaupt nichts wusste. Nicht intellektuell. Aber im Herzen. Ich lernte mich und Menschen derart intensiv kennen, dass plötzlich alles möglich wurde. Das Urvertrauen ist derart stark und klar – es ist kein hoffen und bangen es ist DA. Und das reicht. Es ist immer da, es war immer da, doch zuvor war es überlagert mit Ängsten, Zweifeln, Verletzungen usw.

Der Schlüssel dazu ist, dass du dich löst von dem Antworten suchen im Außen.

Klar, mach deine Ausbildungen, lerne, bis dein Kopf raucht, eigne dir neues Wissen an, sei stolz auf dich. Es ist unglaublich erfüllend.

Doch dann mach was damit. Diene der Welt. Mach deins draus. Und öffne dich dem Leben in vollem Vertrauen. Erlaube dem Leben dir deinen individuellen Weg zu zeigen. Es ist immer alles vorhanden. Es ist stets unglaublich spannend und liebevoll das Leben.

Wenn wir aufhören, alles festhalten zu wollen. Wir sind Frauen – wir haben all die Antworten in uns – und je bewusster wir uns neuen Situationen aussetzen, diese erleben – und für uns reflektieren umso stärker werden wir innerlich und umso stärker und klarer auch unser Urvertrauen.

Wann damit anfangen? Am besten jetzt 🙂
Warum? Weil Du von Bedeutung Bist.
Auf welche Frage wünschst du dir schon lange eine Antwort?
Stell die Frage deinem Herzen, es hat die Antwort.

Alles Liebe...

Hinterlasse einen Kommentar 0 comments

"So nimmst du dein Leben selbst in die Hand,
ohne dabei auszubrennen. " 
LIVE-WORKSHOP am Donnerstag, 5.10. um 11:00 Uhr
x