Du bist dein eigener Boss: Setze DEINE Grenzen.

Grenzen setzen – das ist ein brisantes Thema in der heutigen Zeit. Tag für Tag werden wir damit konfrontiert. Oftmals unbewusst. Wir sind so eingefahren in unseren Alltagsstrukturen, dass wir gar nicht merken, wann wir wo und vor allem wie eine Grenze setzen sollten. So vergehen die Minuten, die werden zu Stunden, Tagen, Wochen, Jahren. Irgendwann geht es nicht mehr weiter. Paff! Eine Explosion und plötzlich ist alles um uns herum dunkel. Wir sind ausgelaugt, haben keine Energie mehr.

Fülle deinen Energie-Kelch

Stell dir vor, du hast Durst, viel Durst und trinkst klares Bergquellwasser aus einem riesigen Kelch. Dann ist der Kelch leer. Du hast aber immer noch Durst. Na, was machst du? Klar, du füllst ihn wieder auf! Das Quellwasser ist einfach da und du kannst immer wieder nachschöpfen bis du keinen Durst mehr hast.

Fülle deinen Kelch jetzt mit Energie statt mit Wasser. Jeder Mensch trägt einen solchen Energie-Kelch in sich. Daraus schöpft er täglich Energie. Meist machst du das komplett unbewusst. Weil es eine Selbstverständlichkeit für uns ist, dass der Kelch einfach da ist. Das war er ja schon immer!

Stell dir nun einen ganz gewöhnlichen Tag in deinem Leben vor, eine typische Alltagssituation. Arbeit, Kollegen, der Chef, die Schlange an der Supermarktkasse, die Familie. Du bist immer gefragt, irgendjemand will ständig etwas von dir, fordert etwas ein. Du fühlst dich für alles verantwortlich und willst allen gerecht werden. Du schöpfst und schöpfst und schöpfst. Und dann… Ist der Energie-Kelch plötzlich leer! Und du bist nicht mehr in der Lage, ihn aufzufüllen. Kannst den Forderungen deines Umfelds nicht mehr gerecht werden. Weil dir deine ganze Energie entzogen wurde.

Woran liegt es, dass wir den Kelch restlos leerschöpfen ohne ihn immer wieder aufzufüllen?

Weil wir keine Grenzen setzen!

Grenzen setzen ist eines der schwierigsten Dinge, die wir alltäglich meistern müssen. Und dabei ist das so wichtig!

Aber keine Sorge: Selbst wenn dein Energie-Kelch leergeschöpft ist, kannst du ihn wieder auffüllen! Ich zeige dir, wie das geht.

Die absolute Grundvoraussetzung, um überhaupt Grenzen setzen zu können, sind zwei Dinge:

  1. Bewusstsein
  2. Mut

Du musst dir zunächst bewusst darüber werden, dass du zu wenig oder keine Grenzen setzt und deine Energie abgesaugt wird. Diesen Weg des Erkennens musst du allein gehen. Ich kann dich dabei an der Hand nehmen und neben dir hergehen. Aber wirklich darüber bewusstwerden, das kannst nur du selbst.

Ein Denkanstoß, um diesen Prozess in die Wege zu leiten, ist, dich selbst zu fragen:

Warum setze ich keine Grenzen?

Sei dabei ganz ehrlich zu dir selbst. Höre in dich hinein. Es geht hier nur um DICH, blende die anderen für einen Moment einfach aus. Liegt es vielleicht daran, dass es sich gut anfühlt, gebraucht zu werden? Fühlst du eine Sehnsucht in dir, allen zu helfen? Hast du Angst, deinen Status in der Gesellschaft zu verlieren?

Es ist ja grundsätzlich nichts dagegen einzuwenden, wenn du anderen helfen möchtest. Aber: NICHT AUF DEINE KOSTEN!

Ein NEIN ist immer auch ein JA

Wenn du dir bewusst gemacht hast, dass und warum du keine Grenzen setzt, dann bist du bereit für den zweiten Schritt: Hab den Mut, hinzuschauen! Bring Licht in die Dunkelheit.  Beobachte dich und dein Umfeld ganz genau. In welcher Situation spürst du ein Unwohlsein, einen Unwillen in dir hochsteigen? Und in Verbindung mit welchen Menschen? Analysiere dein Verhalten und das deiner Mitmenschen haargenau. Speichere die Situationen in deinem Gedächtnis ab.

Nun bist du bereit, Grenzen zu setzen. Als erstes habe ich hierfür wieder eine kleine Übung für dich: Übe, NEIN zu sagen!

Was???? Denkst du jetzt vielleicht. Das ist doch Blödsinn, jeder Mensch kann Nein-Sagen. Das mache ich doch täglich.

Ja, oftmals sagen wir Nein. Aber ist dieses Nein meist eine leere Hülle ohne Sinn. Was bedeutet Nein-Sagen? Nein-Sagen bedeutet Ja-Sagen zu etwas Anderem.

Ein „Nein“ zu meinem Gegenüber ist immer auch ein „Ja“ zu mir selbst. Indem ich einem anderen etwas abschlage, Nein sage, sage ich „Ja“ zu mir und meiner wertvollen Zeit. Diese Zeit ist das kostbarste Gut, das ich habe.

Lerne Ja zu sagen zu dir selbst! Lerne, deine kostbare Zeit wertzuschätzen. Wann hast du dich zum letzten Mal so richtig entspannt? Wann gelangweilt? Du DARFST und MUSST dir Auszeiten nehmen von deinem Alltag. Du darfst dich langweilen und einfach mal abhängen, ein Buch lesen, Yoga machen, spazieren gehen oder einfach mal faul im Bett liegen.

Stell dir vor, du arbeitest auf dem Bau und kommst abends nach Hause. Von oben bis unten verdreckt. Ist es nicht das geilste Gefühl überhaupt, den ganzen Schmutz abzuduschen? So kannst du es auch mit deinem Alltag machen. Lass den Tag Revue passieren: Wann hat dich wer wie gestört? Übe vor dem Spiegel, wie du Nein zu ihm oder ihr sagst. Gönne dir eine Alltags-Dusche. Und schrubbe alles ab, was dich stört. Nach dem Duschen cremst du deinen Körper mit einem goldenen Lichtstrahl ein. Du merkst, wie sich dein Energie-Kelch langsam wieder auffüllt.

Du hast es wahrscheinlich schon festgestellt: Beim Grenzen setzen ist das A und O die Kommunikation. Die Kommunikation mit dir selbst und mit den anderen. Wenn du klar kommunizierst, wo deine Grenzen sind, dann werden sie auch respektiert. Dein Gegenüber weiß dann: „Okay, bis hierher und nicht weiter.“

Wichtig bei der Kommunikation sind das „Wie“ und „Wann“. Du liegst schon lange im Bett und schläfst friedlich. Da lässt sich dein Mann plump neben dich ins Bett fallen. Er riecht wie eine Bierbrauerei. Du raunst ihn an, warum er schon wieder so viel getrunken hat. Er lacht nur. Du wirst immer wütender, er lacht immer lauter. Er nimmt dich in diesem Moment nicht ernst. Es ist schlicht und einfach nicht der richtige Zeitpunkt für ein solches Gespräch. Am nächsten Tag könnt ihr das in Ruhe besprechen. Atme tief durch und sag ihm klipp und klar, dass und warum er gestern eine Grenze überschritten hat. Er wird deine Grenze respektieren. Du musst dir nur selbst erlauben, deine Grenzen zu setzen.

Du siehst, es ist gar nicht so leicht, Grenzen zu setzen. Dafür aber umso wichtiger. Sei geduldig und gib dir selbst die Chance, zu üben, bis du es gelernt hast. Das altbekannte Sprichwort ist einfach wahr: Übung macht den Meister.

Du bist dein eigener Boss! Nur du kannst deine Grenzen setzen und dafür sorgen, dass dein Energie-Kelch immer randvoll ist.

 

Alles Liebe...

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