Ohne Fokus geht es nicht? Falsch gedacht!

 

Ich Nudl hab vergessen mir den Wecker zu stellen. Die Dinge nehmen ihren Lauf. Die Kinder wecken mich, wir sind zu spät dran, im Bett ist es soooooo kuschelig, da kann ich nicht nein sagen. Was höre ich von meinen Schwiegereltern immer? Genieße deine Kinder, es geht so schnell, dann sind sie groß. Ist gut. Ich liebe sie. Ich genieße sie – vor allem so kuschelig, warm und herzlich am frühen Morgen.

Da wir allerdings ca. 1,5 Stunden später dran sind als gewöhnlich, geht es sich nicht mehr aus, dass ich Zeit habe für mein Sportprogramm. Nope. Ab nach Hause, Kaffee machen und los geht´s. Gestern noch hab ich beschlossen, dass jetzt echt richtig was weitergehen muss. (Betonung auf MUSS)

Auf geht´s. Der Kaffee schmeckt, die Sonne scheint mir aufs Gesicht, nur irgendwie fehlt mir was. Ja was denn? DER FOKUS. Ja genau. Der Fokus fehlt. Der ist Schuld. Hab ich ja schnell meinen Sündenbock gefunden.
Einer Freundin schreib ich – „Hey, mir fehlt der Fokus heute. Er will sich nicht einstellen. Irgendwie fuxt es heute.“

„Schreib dir all die Dinge auf, setze Prioritäten und dann geh die Dinge an“,  ist ihre Antwort. Yes. Das mache ich jetzt. Setz mich hin – schreibe alles auf – setze Prioritäten – und hab aber immer noch keine Lust.
Tja. So geht das offensichtlich nicht. Ich hab einfach keine Lust. Ganz einfach.

Jetzt kann ich mich entscheiden. Entweder ich beiße durch und zwinge mich dazu, die Dinge umzusetzen – und mach es einfach. Nur darauf hab ich keine Lust mehr. Das hätte ich vielleicht früher gemacht. Nope. Interessiert mich nicht. Das fühlt sich grad nicht richtig an. Oder aber – ich entspanne mich. Atme. Bin hier. Im JETZT. Und hab mich gern. Gehe in die Badewanne, genieße mich dort drinnen, mache mich hübsch, bereite meinen Liegestuhl vor, blicke in den Wald und gebe mich einfach hin.
Ich schaue was da ist. Ich gehe mit dem Fluss.

Für zweiteres habe ich mich dann entschieden und dann war ich plötzlich ganz natürlich im Flow. Im Moment. Zufrieden. Happy. Darüber wurde gleich noch ein Video gedreht und ich bekam etliche Nachrichten, wie sehr ich mit meiner Message doch berühre. YES. DANKE. WUNDERBAR.

Was kannst du machen, wenn dir der Fokus fehlt und du schon ganz ungeduldig wirst?

Ja, manchmal werden wir gefordert vom Leben. Unser Verstand hat Pläne gemacht, hat sich fixe Ziele gesetzt und möchte die Dinge jetzt angehen. Und unser Herz sagt aber was anderes. Zum Beispiel „Stop. Hey. Schau mal – komm erst mal im Moment an, spüre dich wieder und dann mach mit der Sog-Energie weiter“. Alles klar.
Das ist natürlich gar nicht so easy – wenn man ungeduldig ist, dass man sagt „STOPPPPP!“. Jetzt heißt es im Moment sein. Und spüren was da ist.

Sobald du dir das eingestehst, sobald du dir das erlaubst, kommst du in eine komplett andere Schwingung. Folgendes hilft dir vielleicht auch weiter.
Es geht immer nur um den nächsten Schritt. Viele haben es so mitbekommen, dass sie immer viel machen müssen um erfolgreich zu sein. Beschäftigt sein müssen um das Gefühl zu haben, etwas wert zu sein. Was dahinter steckt ist das Festhalten wollen. An irgendwas. Nur nicht loslassen und im Moment sein.

Und wenn wir hier aber nachgeben – wenn wir hier atmen ganz bewusst und sagen, „Naja, dann ist es jetzt einfach so, weil es ja grad da ist, dann nehm ich es auch an.“

Hier tun sich ganz neue Dinge auf. Hier kommen wir ins jetzt. In den Moment, der alles beinhaltet, das wir jetzt grad brauchen um wo auch immer hin zu kommen. Um zu fühlen. Zu spüren. Zu sehen. Zu beobachten.

Dieser Prozess wird in der schnelllebigen Gesellschaft gerne abgewertet – und hier steckt das Wort werten drinnen.

Ich lade dich ein, raus aus dem Bewerten rein in den Flow. In den natürlichen Fluss des Lebens. Vielleicht hat das Leben ja viel was Spannenderes mit dir vor, als du glaubst tun zu müssen?
Das Leben lädt dich in jedem Moment ein, zu SEIN und zu Spielen. Wenn du denn magst. Und das Spiel verbauen wir uns oft selbst, wenn wir glauben, TUN ZU MÜSSEN.

Also befreie dich von deinen dir selbst auferlegten Anforderungen – und öffne dich für das, was da ist. Öffne dein Herz. Nimm einen tiefen Atemzug und schaue hin. Brauchst du den Fokus? Wenn ja, weil du es sagst? Weil es von dir verlangt wird? Oder weil es grad ganz natürlich geht?
Let it flow. Gib dich hin. Atme. Du bist genug. Du bist wertvoll. Du bist wunderbar. Du bist von Bedeutung. In jedem Augenblick. Du bist ein großartiges Geschenk für die Welt, mit deinem ganzen Sein. Du brauchst den Fokus nicht, du kannst auf ihn warten, du kannst ihn erzwingen, du kannst ohne ihn losgehen. Egal. So wie du es machst ist es okay. Und bevor du dich fertig machst und dir einredest wie klein du doch bist und wie wenig du heute geschafft hast, ist es doch besser, einfach auszusteigen aus diesem „Machen-Modus“. Sag bewusst „Naja, heute will sich offenbar was anderes zeigen. Es gibt heute etwas anderes zu entdecken und dann lass ich das einfach mal zu.“

Und wenn du dich dann hingibst, die Augen öffnest und DA bist, wirst du überrascht sein, mit welch einem zufriedenen Gefühl du Abends ins Bett gehst. Einem von Innen heraus zutiefst erfüllendem Gefühl.

Also du Wunderbare – gib dich hin. Lass den Fokus bei Seite. Öffne dein Herz und lass dich leiten. Deine Macherenergie kommt dann von selbst wieder – wenn du es dir erlaubst – erst mal nachzugeben und zu beobachten, was ist. Mit dem Wissen, das was ist, okay ist, so wie es ist. Weil es ja ist. 

Wie meine Geschichte weiterging? Du wirst es nicht glauben, aber extremst produktiv. Ja, unglaublich aber wahr. Herrlich dieses Leben. Wie geht es dir, wenn dir der Fokus fehlt? Wie gehst du damit um?

Alles Liebe...

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